Betonkernaktivierung

Von Betonkernaktivierung spricht man, wenn massive Gebäudeteile, zum Beispiel Geschossdecken, zur Temperaturregelung eines Gebäudes genutzt werden. Dabei macht man sich die Eigenschaft von Betonteilen zunutze, über ihre gesamte Fläche thermische Energie zu speichern und abzugeben. Durch die große Übertragungsfläche von Betondecken wird die Wärme hauptsächlich über Strahlung abgegeben, was als sehr angenehm empfunden wird. Auf Grund der Speicherwirkung des Betons können die Nachtstunden genutzt werden, um kleinere Wärme- bzw. Kälteerzeuger einzusetzen. Gegenüber herkömmlichen Systemen lassen sich die Betriebskosten um fast die Hälfte senken. Bei der Herstellung dieser Massivdecken werden Rohrleitungen auf den Bewehrungsmatten verlegt und einbetoniert. Durch diese Rohre fließt später warmes oder kaltes Wasser. Der Vorteil: Im Vergleich zu Heizkörpern z.B. ist die Übertragungsfläche der Betondecken um ein Vielfaches größer, so dass das Medium nicht so stark erwärmt oder gekühlt werden muss.


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letzte Aktualisierung: 29.05.2017