Photovoltaik

Photovoltaik ist der Vorgang einer direkten Stromerzeugung aus (Sonnen)licht durch Solarzellen. Ein für Solarzellen geeignetes Material ist Silizium (Si), aus dem die meisten heute verwendeten Zellen bestehen. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen kristallinen Zellen, wie sie bereits seit den 1950er Jahren hergestellt werden und neueren Dünnschichtzellen. Da die Leistung einer einzelnen Solarzelle für die meisten Anwendungen zu gering ist, werden sie in Photovoltaikmodulen zusammengefasst und verschaltet. Als Module sind sie geschützt vor Witterungseinflüssen und können sehr gut in die Gebäudehülle integriert werde. Man unterscheidet zwischen Inselsystemen und netzgekoppelten Systemen. Während das Inselsystem, das nicht an eine öffentliche Stromversorgung angeschlossen ist, ganzjährig eine autarke Stromversorgung gewährleisten sollte, wird das Gebäude beim Netzgekoppelten System zusätzlich aus dem öffentlichen Stromnetz versorgt. In Europa werden fast ausschließlich netzgekoppelte Photovoltaikanlagen installiert, wodurch sich das Systemaufbau auf zwei Komponenten vereinfacht: Generatorfeld (=Summe der Photovoltaikmodule) und so genannte Wechselrichter, um die erzeugte Energie in netzkonformen Wechselstrom umzuwandeln.


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letzte Aktualisierung: 04.09.2017