Vielseitige Infrastruktur für das neue Contargo-Terminal in Voerde-Emmelsum

Das Container-Logistik-Netzwerk der Contargo Rhein-Neckar GmbH (Contargo), Mannheim, gehört zu den größten in Europa. Ob per Binnenschiff, Güterzug oder Lkw – das Tochterunternehmen der Rhenus SE & Co. KG, Holzwickede, transportiert jährlich 2,3 Mio. Containerladungen zwischen den Westhäfen, den deutschen Nordseehäfen und dem europäischen Hinterland. Für die Erweiterung der Kapazitäten investiert Contargo derzeit in Voerde-Emmelsum am Niederrhein in den Aufbau eines neuen Terminalstandortes. Die Köster GmbH realisiert dazu in einer Bauzeit von 12 Monaten sämtliche Tief-, Erd- und Entwässerungsarbeiten sowie den Bau von Straßen und Gleisen inklusive der Erneuerung der Portalkranbahn für die erforderliche Infrastruktur.

Um die Container schnell und störungsfrei an ihre Bestimmungsorte zu transportieren, betreibt Contargo in Deutschland, Frankreich, der Schweiz und der Tschechischen Republik insgesamt 25 Terminals als Umschlagplätze zwischen Wasserstraße, Schiene und Straße sowie als Zwischenager. Die neue Anlage im Hafen Emmelsum im Einmündungsraum des Wesel-Datteln-Kanals schafft zusätzliche Umschlagkapazitäten am Niederrhein, wird andere Standorte in der Region entlasten und die Anbindung des Lippe-Mündungsraums an die Seehäfen verbessern.

Die Köster-Mannschaft erneuert den Kranbahnbalken auf einer Länge von 285 Meter.

Umfangreicher Ausbau

Dazu entstehen auf dem 46.000 qm großen Areal u. a. Stellplätze für 1.400 Standard-Container bzw. TEU (engl. Abkürzung für Twenty-foot Equivalent Unit), Verkehrswege, Lkw-Stellflächen und Pkw-Parkplätze. „Wir realisieren hier bis Ende 2016 rund 32.570 qm befestigte Verkehrsflächen mit Asphalt- bzw. Stahlbetonbelag“, beschreibt Magnus Fehlker, zuständiger Projektleiter der Köster GmbH. „Das entspricht ungefähr einer Fläche von viereinhalb
Fußballfeldern.“ Um Verlademöglichkeiten für die Binnenschifffahrt gewährleisten zu können, erneuert die Köster-Mannschaft den Kranbahnbalken auf einer Länge von 285 m.  Auch die Erstellung des wasserseitigen Kranbahnfundaments auf 19 Bohrpfählen sowie die Verlegung der zwei Umschlaggleise mit einer kranbaren Länge von jeweils 295 m gehören zum Auftrag. Insgesamt 1.175 m verlegte Schlitzrinnen dienen zukünftig zur Linienentwässerung der stark beanspruchten Verkehrsflächen sowie der Ableitung minderaggressiver Stoffe wie z. B. Kraftstoffe und Öle. Außerdem erstellen die Bauspezialisten eine Betriebstankstelle, einen Wasch- und Reparaturplatz für Container sowie einen Löschwasservorratstank mit einem Vorratsbehälter für die Löschschaumzugabe.

Köster realisiert insgesamt 32.750 qm befestigte Verkehrsflächen mit Asphalt- bzw. Stahlbetonbelag.  

Alles aus einer Hand

Die Baustellenmannschaft übernimmt das komplette Schnittstellenmanagement für dieses gewerkeintensive Infrastrukturprojekt und koordiniert die Umsetzung der zahlreichen Einzelaktivitäten. „Wir erstellen hier eine Vielzahl von unterschiedlichen Tiefbauleistungen aus einer Hand“, erklärt Magnus Fehlker. „Das entlastet unseren Kunden von aufwendigen Absprachen und Planungsprozessen, denn für die gesamten Bauleistungen steht ihm ein einziger Ansprechpartner zur Verfügung.“ Die Spezialisten der Köster GmbH beschäftigen sich seit fast zwei Jahren intensiv mit hafenaffinem Baugeschehen, da bei Binnen- und Seehäfen ein hoher Entwicklungsbedarf besteht. Die vielen in Abstimmung mit den Behörden erforderlichen Änderungen integriert das Baustellenteam dabei flexibel in die laufenden Bauprozesse. So wurden die Böden unterhalb der 22.000 qm Betonfahrbahnen zusätzlich mit Zement verfestigt, da sich der Boden als nicht tragfähig genug erwies. Nach der Fertigstellung stehen Kapazitäten für den trimodalen Containerumschlag von jährlich rund 85.000 TEU (Standardcontainer) zur Verügung.

Georg Lochner, Projektleiter der Contargo GmbH & Co. KG, lobt die bisherige Zusammenarbeit: „An der Köster GmbH als Partner zur Umsetzung unseres Terminal-Projekts im Hafen Emmelsum schätzen wir vor allem das hohe Maß an
Engagement des Teams vor Ort und die Bereitschaft, mit eigenen Ansätzen aktiv an Lösungen der vielfältigen Problemstellungen im Bauverlauf mitzuwirken.“

Für die Erneuerung der Portalkranbahn baute Köster das vorhandene Kranbahnfundament zurück und stellte es im Anschluss auf einer Länge von 335 m neu her.


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