Schlanke Bauprozesse, maßgeschneidert umgesetzt

Gesundheitszentrum in Heidelberg-Bahnstadt erfüllt individuelle Mieterwünsche

Das junge Heidelberger Stadtviertel Bahnstadt wird im Frühjahr 2021 durch ein fachübergreifendes Gesundheitszentrum bereichert. Der attraktive Mix aus modernen Arzt-und Facharztpraxen sowie ergänzenden Dienstleistungen birgt Herausforderungen für die Umsetzung: Individuelle Mieterbedürfnisse, der Wunsch nach Flexibilität und hohe technische Anforderungen an das Gebäude kennzeichnen den Neubau, mit dem der Heidelberger Projektentwickler Erhard & Stern den Bau-Komplettanbieter Köster beauftragt hat. 
Hinter der geplanten Klinkerfassade, die sich an der hochwertigen Anmutung eines klassischen Kontorhauses orientiert, wird sich moderne Passivhaus-Technik ebenso wie zukunftsweisende Gebäudetechnik verbergen. Die klare bauliche Gliederung ermöglicht eine hochvariable Grundrisseinteilung im Achsraster 7,80 Meter. So bleibt das Gebäude mit seinen fünf Ober- und zwei Untergeschossen langfristig flexibel nutzbar – als attraktiver Standort für Mieter aus der Gesundheitsbranche und darüber hinaus.

Von frühzeitiger Zusammenarbeit profitieren

Die Anforderungen an das Gebäude sind hoch: Barrierefreiheit, Passivhausstandard, die Voraussetzungen zur Installation von Geräten für High-Tech-Medizin und eine Statik, die einen Operationsbereich und Radiologie-Technik trägt. Als eines der ersten Gebäude erfüllte das Gesundheitszentrum Bahnstadt die städtebaulichen Anforderungen des 2019 eingesetzten Gestaltungsbeirats der Stadt Heidelberg. Gut, dass Erhard & Stern und das Bauunternehmen Köster bereits seit der Planungsphase zusammenarbeiten.

"Wir haben positive Erfahrungen damit gemacht, die Firma Köster frühzeitig einzubinden. So konnten wir das Gebäude schon im Vorfeld gemeinsam optimieren. Gleichzeitig nimmt uns Köster viel Arbeit ab – darunter z. B. die Absprachen mit externen Gesprächspartnern, wie der zuständigen Fachstelle für barrierefreies Planen, Bauen und Wohnen bei der Stadt Heidelberg. So können wir uns auf die Wünsche unserer Mieter abseits der Bauumsetzung kümmern. Letztlich bieten wir ihnen perfekt auf ihre Bedürfnisse und ihr Geschäftsmodell zugeschnittene Räumlichkeiten und erwarten diese individuelle Ausrichtung auch von unserem Baupartner. Unserer bisherigen Erfahrung nach erfüllt Köster diesen Anspruch."

Gregor M. Erhard, Geschäftsführer der E&S Real Estate GmbH

Durch die Passivhausbauweise wird eine hohe Energieeffizienz sichergestellt. Gleichzeitig profitieren Bewohner, Mitarbeitende und Besucher von einem attraktiven Ambiente. (Bildquelle, auch oben: E&S Real Estate GmbH)

Konkrete Lösungsideen vom Baupartner

Zu den von Köster eingebrachten Vorschlägen zur Gebäudeoptimierung zählt u. a. die Steigerung der Tragkraft der Geschosse auf 500 kg pro Quadratmeter. „In Kombination mit Zusatzmaßnahmen bei der Bewehrung an festgelegten Standorten ermöglicht das die Installation schwerer MRT-Geräte in der Radiologie-Praxis“, erläutert Projektleiter Jens Hofmann vom nahegelegenen Köster-Standort in Mannheim. „Auch die Entwicklung entsprechender Öffnungen zum Einbringen der Geräte in die Passivhaus-Gebäudehülle war nötig.“ In vielen Bereichen des Projekts sei vor allem die Expertise für Technische Gebäudeausrüstung (TGA) gefragt.

"Wir arbeiten mit unserem internen TGA-Planungspartner von der Köster Planung GmbH Hand in Hand. Er löst beispielsweise Herausforderungen wie die Installation der speziellen Lüftungsanlage für die OP-Bereiche, bei der erhöhte Hygienestandards gelten."

Jens Hofmann, Projektleiter, Köster

Hinzu kommen weitere nutzungsbedingte Anforderungen, wie der Bettenaufzug, die abgesicherte Stromversorgung der High-Tech-Geräte in Radiologie und OP sowie die barrierefreie Ausstattung der Aufzüge mit Sprachansagen oder Handläufe mit Braille-Plaketten, mithilfe derer auch Menschen mit Sehbehinderung sicher durch das Gebäude gelangen. 

Sichere Bauabläufe und transparente Umsetzung

Um das Anforderungsspektrum und den Baufortschritt gleichermaßen im Blick zu haben, setzen Hofmann und sein Team konsequent auf unternehmenseigene Steuerungsinstrumente aus dem Köster-Prozess-System, das auf den Prinzipien der Lean Construction basiert. Zur verlässlichen Terminplanung und damit zur wirtschaftlichen Bauumsetzung trägt beispielsweise der Einsatz des Last-Planner bei. Damit werden die Bauabläufe in einem standardisierten Planungsraster visualisiert und Abhängigkeiten zwischen den verschiedenen Prozessen transparent gemacht. 

Gleichzeitig verwendet das Baustellenteam moderne Technik: „Für den effizienten Informationsaustausch mit allen Projektpartnern nutzen wir eine digitale Software zur Qualitätssicherung. Sie bildet bereits während der Umsetzung eine gemeinsame Schnittstelle mit dem Projektkoordinator des Kunden.“ Weitere Zuarbeit erhält die Mannschaft vor Ort durch Expertise aus dem eigenen Haus: „Für die reibungslose Koordination der umfangreichen Planung unterstützt uns der Köster-Geschäftsbereich Architektur I Planung I Steuerung“, so Jens Hofmann. 
Für Gregor M. Erhard und seinen Geschäftspartner Daniel Stern ist Transparenz generell wichtig, weil sie Sicherheit gibt.

"Wir haben uns bei Vertragsabschluss im Bereich der TGA für eine Cost plus Fee-Variante entschieden. Es gibt kontinuierliche Abstimmungen und gemeinsame Termine, beispielsweise mit Nachunternehmern und Lieferanten. Das sind gute Rahmenbedingungen für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit.“

Gregor M. Erhard, Geschäftsführer der E&S Real Estate GmbH

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