Containerterminal Dormagen II – in Sicherheit und Zukunft investiert

Moderne Logistikflächen baulich und ökologisch auf höchstem Niveau

Dormagen

Themen: Infrastrukturbau | Erdbau

Die Einhaltung höchster Sicherheitsstandards in Planung und Bauausführung, eine an exzellenten Qualitätsansprüchen orientierte Projektabwicklung sowie ein taktgenaues Management der in großer Vielzahl exakt aufeinander abzustimmenden Gewerke und Nachunternehmer-Leistungen waren die wesentlichen Anforderungen, die Köster bei der Erstellung des ‚Containerterminals Dormagen II‘ im dortigen CHEMPARK-Standort sicher umgesetzt hat. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor in der Zusammenarbeit zwischen dem auftraggebenden Logistikdienstleister Chemion Logistik GmbH und der mit einer sicheren Realisierung von AwSV-Anlagen und WHG-Flächen vertrauten Köster GmbH: eine konstruktive Zusammenarbeit, Flexibilität bei Planungsmodifikationen und eine effektive Bauprozesssteuerung.

Containerterminal II, Dormagen

Köster Umwelttechnik realisiert Logistikfläche in Rekordzeit

Dabei konnte das Containerterminal Dormagen II sogar noch zwei Wochen vor dem ursprünglich vereinbarten Fertigstellungstermin an den Auftraggeber übergeben werden. Dieser Zieleinlauf in Rekordzeit lag in der gemeinsamen Verantwortung des Köster-Kompetenz-Centers Umwelttechnik Rhein-Ruhr, von Köster Hochbau Osnabrück und der mit der TGA-Planung beauftragten Köster Planung GmbH, Münster, dem führenden Planungsbüro für Technische Gebäudeausrüstung in Deutschland.

Das neue Containerterminal für die im CHEMPARK ansässigen Unternehmen in Dormagen. Die Köster GmbH übernahm alle notwendigen Tiefbau- und Hochbaumaßnahmen und Berücksichtigung höchster Sicherheitsstandards. (Bildquelle: Köster GmbH)

Köster sorgt für Standort- und Zukunftssicherung

An den drei CHEMPARK-Standorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen findet rund ein Drittel der nordrhein-westfälischen Chemieproduktion statt. Auf rund elf Quadratkilometern bietet die Currenta GmbH & Co. OHG als Managerin und Betreiberin den rund 70 angesiedelten Unternehmen mehr als 1.000 chemienahe Dienstleistungen an. Diese finden vor Ort eine komplette Infrastruktur, zukunftsfähige Ver- und Entsorgungsdienstleistungen sowie ein hervorragendes Serviceangebot für Sicherheit, Analytik, Logistik und Instandhaltung vor. In Dormagen, in direkter Nachbarschaft zur NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf, hat die Chemion Logistik GmbH nun mit der Errichtung eines neuen Containerterminals ihre Lagerkapazitäten erweitert, um ausreichend Raum zu schaffen für das Wachstum der im CHEMPARK ansässigen Unternehmen. Das neue Containerterminal wird für die Ver- und Entsorgung der Produktionsbetriebe benötigt, die zunehmend auf den Einsatz von Tankcontainern setzen. Mit Inbetriebnahme der neuen Anlage stehen in den drei CHEMPARK-Standorten nun insgesamt fünf Containerterminals von Chemion zur Verfügung, um Rohstoffe sowie Zwischen- und Endprodukte für die Kunden des Unternehmens sicher zu lagern.

Um alle Vorgaben der Verordnung für Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) sowie den gesetzlichen Regelungen des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) gerecht zu werden, hat Köster alle Lagerbereiche mit Kunststoffdichtbahnen abgedichtet. Darüber hinaus wurde ein System von Entwässerungsrinnen eingebaut, welches ebenfalls auf die Anforderungen von WHG-Flächen abgestimmt ist. (Bildquelle: Köster GmbH)

Sicherheit fußt auf Planungs- und Baukompetenz

Zwischen September 2019 und Oktober 2020 ist im Nordwestteil des CHEMPARK-Standorts Dormagen auf einer Fläche von rund 15.000 Quadratmetern ein Containerterminal mit Platz für rund 1.000 Fracht- und Tankcontainer entstanden. Dabei hatten höchste Sicherheitsstandards, die in enger Abstimmung zwischen Chemion und Köster umgesetzt wurden, oberste Priorität und folgen strikt den Vorgaben der Verordnung für Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) sowie den gesetzlichen Regelungen des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG). Das Containerterminal wird flächendeckend durch Messsensoren überwacht. Darüber hinaus verfügt die neue Anlage über ausreichende Auffang- und Rückhaltekapazitäten sowie über eine hoch effiziente Brandmelde- und halbstationäre Löschanlage.

„Sicherheit ist ein wesentlicher Kern im Leitbild unseres Unternehmens. Wir entscheiden uns niemals für den kostengünstigsten Weg, sondern immer für den sichersten. In der Zusammenarbeit mit Köster haben wir einen Partner gefunden, der über die planerische, bauliche und organisatorische Kompetenz verfügt, dieses qualitätsfokussierte Handeln zu 100 Prozent umzusetzen. Im Rahmen einer sehr konstruktiven Zusammenarbeit haben wir Sicherheitsstandards realisiert, die selbst über den gesetzlich geforderten Vorgaben liegen.“

Günther Schoofs, Projektleiter Chemion Logistik GmbH

Mit dem Ziel, allen Brandschutzanforderungen für einen sicheren Betrieb des Containerterminals gerecht zu werden, hat Köster eine 18 Meter hohe freistehende Wand einhäuptig gegen Schalung betoniert. Deren Aufgabe ist es, Stoffe verschiedener Gefahrenklassen sicher voneinander zu separieren. (Bildquelle: Köster GmbH)

Zertifiziertes Know-how schützt die Umwelt

Um bei einer potenziellen Betriebsstörung mögliche Kontaminationen des Bodens komplett auszuschließen, hat Köster alle Lagerbereiche mit Kunststoffdichtbahnen abgedichtet. „Zum Einsatz kamen darüber hinaus ein auf die Anforderungen von WHG-Flächen abgestimmtes System von Entwässerungsrinnen“, erläutert Jürgen Leonhardt, der bei Köster verantwortliche Projektleiter. „Deren durchgehende PEHD-Auskleidung und der massive Betonkörper gewährleisten einen absolut dichten Wasserlauf“, so Leonhardt weiter. Für eine stets sichere Aufnahme aller Oberflächenabflüsse sowie der in einem oberirdischen PEHD-Druckrohrleitungssystem geführten Flüssigkeiten wurde ein hierfür vorgesehenes Rückhaltebecken ebenfalls aufwändig mit Kunststoff beschichtet. Mit dem Ziel, allen Brandschutzanforderungen für einen sicheren Betrieb des Containerterminals gerecht zu werden, hat Köster eine 18 Meter hohe freistehende Wand einhäuptig gegen Schalung betoniert. Deren Aufgabe ist es, Stoffe verschiedener Gefahrenklassen sicher voneinander zu separieren.

Im Mai 2020 wurde der gigantische Portalkran auf dem Gelände angeliefert. Somit mussten bereits bis Ende März alle Betonarbeiten für die Containerlagerbereiche abgeschlossen und die ersten 150 Meter der Fundamente für die Kranlaufschienen millimetergenau hergestellt sein, um bauseits eine termingerechte Montage des Portalkrans zu garantieren. (Bildquelle: Köster GmbH)

Innovatives Planungskonzept sichert den Brandfall ab

Ein wichtiger Bestandteil im sicherheitstechnischen Konzept des modernen Containerterminals ist die halbstationäre Löschanlage. Diese wurde gemeinschaftlich von Chemion, Fachabteilungen des CHEMPARK-Betreibers CURRENTA und der Köster GmbH realisiert. Für die komplette Infrastruktur des Gesamtsystems wurde bereits zum Beginn der Erdarbeiten eine vollverschweißte Löschwasserleitung DA 450 um das gesamte Terminal herum verlegt. Die an das Leitungssystem angeschlossenen Löschwasserhydranten liefern im Bedarfsfall das erforderliche Wasser. „Das Löschmittel – eine Mischung aus Wasser und einem Spezialschaum – wird durch ein zusätzliches Rohrsystem der Brandschutzanlage zu den Schaumlöschdüsen des Containerterminals geleitet, die im Brandfall die Anlage mit einem Löschschaum fluten würden. Die von unserer Planungsabteilung vorgeschlagene Montage eines Entleerungsschachtes hat sogar noch zu einer Verkürzung der Bauzeit geführt“, erläutert Leonhardt Aspekte der Gesamtgeometrie des Sicherheitssystems.

„Die Planung der halbstationären Löschanlage war eine wesentliche Kernanforderung. Das Gesamtsystem aus leitungsgebundenen Infrastrukturen, Löschdüsen, Brandmeldeanlage und Alarmübertragung zur Werksfeuerwehr wurde von unserer TGA-Planungsabteilung auf alle Anforderungen in Dormagen zugeschnitten. Die Übergabe der Planungsunterlagen erfolgte sowohl termingerecht als auch technisch und wirtschaftlich optimiert.“

Jürgen Leonhardt, Köster-Kompetenz-Center Umwelttechnik Rhein-Ruhr, Projektleiter

Vorbereitende Erdarbeiten am Baufeld: auch hier hat Köster allen Vorgaben der AwSV (Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen) verantwortungsvoll Rechnung getragen.

Bauprozesse auf den Punkt gemanagt

Ein terminlicher Fixpunkt um die gesamte Bauablaufplanung war die Ankunft eines wesentlichen Protagonisten im Baufeld. Im Mai 2020 wurde der gigantische Portalkran auf dem Gelände angeliefert. Somit mussten bereits bis Ende März alle Betonarbeiten für die Containerlagerbereiche abgeschlossen und die ersten 150 Meter der Fundamente für die Kranlaufschienen millimetergenau hergestellt sein, um bauseits eine termingerechte Montage des Portalkrans zu garantieren. „Um dieses Timing minutiös einzuhalten und die große Vielzahl sehr heterogener Bauleistungen systematisch miteinander zu verzahnen, haben wir in Dormagen mit dem Last-Planner-Verfahren gearbeitet“, berichtet Leonhardt. „Auf diesem Weg haben wir mit allen Projektpartnern gemeinsam die optimalen Abläufe und Lösungen für eine verlässliche Terminplanung und Qualitätssicherung abgestimmt und konnten so den hohen Koordinationsaufwand dieses Bauvorhabens sicher beherrschen“, so Leonhardt weiter. Dieses Höchstmaß an Flexibilität und gelebter Partnerschaft hat eine rechtzeitige Fertigstellung des Projektes möglich gemacht.

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