Die bestehende Feuerwache von Schwerte wurde in den 1960er Jahren errichtet und zuletzt 1997 erweitert. Das Gebäude entspricht nicht mehr den aktuellen technischen, organisatorischen und sicherheitsrelevanten Standards. Vor allem die Stellplätze für Feuerwehr- und Rettungsdienstfahrzeuge sowie die Räumlichkeiten für Personal, Geräte und medizinische Ausstattung sind inzwischen deutlich zu klein. Mit dem Neubau soll sich die Situation für alle Einsatzkräfte deutlich verbessern, denn neben der hauptamtlichen Feuer- und Rettungswache wird das Gebäude auch die Freiwillige Feuerwehr beherbergen.
„Wir schaffen moderne Bedingungen, damit unsere hauptamtlichen und freiwilligen Kräfte bestmöglich für die Bürger*innen da sein können.“
Unterzeichnung des Vertrages - v. l.: Dipl.-Ing. Michael Hellenkamp (Bereichsleiter, Köster GmbH), Dipl.-Ing. Roland Sauer (Bereichsleiter, Köster GmbH), Christian Vöcks (Technischer Dezernent), Bürgermeister Dimitrios Axourgos und Ben Steinau (Stadt Schwerte) anwesend. Foto: Stadt Schwerte/AN
Ein Blick auf die Pläne zeigt die Multifunktionalität der Feuer- und Rettungswache, die auf zwei Stockwerken insgesamt eine Bruttogrundfläche von ca. 5.700 m² bietet. Im Erdgeschoss sind alle einsatz-relevanten Bereiche untergebracht. In der Fahrzeughalle befinden sich 7 Stellplätze für Rettungs- und Krankentransportwagen sowie 16 Stellplätze für Löschfahrzeuge und weitere Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr. Eine Waschhalle für die Einsatzfahrzeuge, Umkleiden und Sanitäranlagen für die Einsatzkräfte, aber auch eine kleine Schlosserei und Lagerräume für den Materialnachschub sowie ein spezieller Raum für medizinischen Bedarf und Medikamente, der mit einem Tresor ausgestattet wird, werden ebenfalls im Erdgeschoss eingerichtet. Für Einsätze, nach denen Kontaminationen ausgeschlossen werden müssen, gibt es für die Einsatzkräfte Desinfektionsräume sowie einen Schwarz-Weiß-Bereich mit entsprechenden Schleusen. Für die Einsatzfahrzeuge gibt es eine spezielle Desinfektionshalle. Eine weitere Besonderheit ist die Atemschutzwerkstatt, in der die Ausrüstung der Feuerwehrleute gewartet und gereinigt wird.
Im Obergeschoss befinden sich unter anderem mehrere Schulungsräume, ein Fitnessraum, ein Speiseraum, mehrere Küchen sowie 20 Räume, in die sich die Feuerwehrleute während der nächtlichen Bereitschaftszeiten zurückziehen können. Außerdem sind hier die Spinde, die IT sowie Archivräume und Büros untergebracht. Auch ein Funkraum und ein Stabsraum für spezielle Einsatzlagen werden in der oberen Etage eingerichtet.
Verbunden werden die Stockwerke durch einen Aufzug sowie durch drei Sprungschachtanlagen mit jeweils einer Stange, an der die Feuerwehrleute vom Obergeschoss nach unten gleiten, um schnellstmöglich in den Einsatz zu starten.
„Es ist bereits die dritte Feuerwache in dieser Größenordnung, die der Köster-Bereich Hochbau Ruhr errichtet“, erklärt Diplom-Ingenieur Roland Sauer, der den Bau der beiden anderen Feuerwachen ebenso leitete wie nun das aktuelle Projekt in Schwerte.
„Es war wichtig für unseren Kunden, dass wir diese Erfahrungen in das Projekt mit einbringen. Unsere Expertise war ein ausschlaggebender Faktor, warum sich die Stadt Schwerte für Köster als Generalübernehmer entschieden hat.“
Um die Räumlichkeiten optimal an die Anforderungen der Einsatzkräfte anpassen zu können, steht das Köster-Team in engem Austausch mit den Verantwortlichen der Feuerwehr und des Amtes für Gebäudemanagement. Es sind partnerschaftliche, lösungsorientierte Gespräche unter Experten, in die die Erfahrungen des Projektteams ebenso einfließen wie die der Feuerwehrleute: „In unseren Gesprächen spiegelt sich der berufliche Alltag der Feuerwehrleute wider. Es geht dabei nicht nur um die Anforderungen an das Gebäude, sondern auch darum, wie wir gemeinsam Lösungen erarbeiten. Die Rettungskräfte beschreiben, was sie benötigen, wir erarbeiten die baulichen Lösungsvorschläge. Die Rettungskräfte entscheiden dann schnell und konsequent, was wir umgesetzt werden soll. An dem Projekt ‚Neue Feuerwache‘ arbeiten sie ebenso schnell und zielstrebig wie in ihren Einsätzen“, beschreibt Roland Sauer seine Erfahrungen..
Fertiggestellt wird die neue Feuer- und Rettungswache an der Konrad-Zuse-Straße im ersten Quartal 2027. Dann werden die hauptamtlichen Feuerwehrleute beste Bedingungen für ihre wichtige Arbeit vorfinden. Und auch die Freiwillige Feuerwehr wird dann in das neue Gebäude integriert.
Nach der Vertragsunterzeichnung im September folgte am 17. November 2025 der symbolische erste Spatenstich für die neue Schwerter Hauptfeuer- und Rettungswache. Unter anderem mit dabei: Wilhelm Müller, Leiter der Feuerwehr Schwerte (4. v.r.), Dipl.-Ing. Roland Sauer, Bereichsleiter, Köster GmbH (3. v.r.) sowie Schwertes Bürgermeister Dimitrios Axourgos (5. v.l.). Und der lobte die gute Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Politik, Verwaltung und Köster. Foto: Stadt Schwerte/Ingo Rous
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