Gelungene Kooperation der GenerationenWerkstatt mit Köster

Politikprominenz traf sich zum Projektabschluss

21. Mai 2026 | Osnabrück

Themen: Unternehmen

2008 gründete der frühere Melleraner Unternehmer Johannes Rahe die Ursachenstiftung. Sein Antrieb: Nach seiner erfolgreichen beruflichen Laufbahn wollte er etwas bewegen und etwas zurückgeben.
 

2013 startete die Stiftung das Projekt GenerationenWerkstatt. Dabei bringen Johannes Rahe und mehr als 14 überwiegend ehrenamtlich tätigen Mitarbeitenden junge Schüler im Alter von 14 bis 15 Jahren mit Unternehmen zusammen. In enger Abstimmung mit den Schulen erhalten die Teilnehmenden in Gruppen von bis zu 6 Schülern die Möglichkeit, in einem Handwerksbetrieb über einen Zeitraum von 8 bis 10 Wochen ein funktionales Werkstück zu fertigen, das später in der eigenen Schule zum Einsatz kommt, zum Beispiel Spielgeräte, Mülleimer oder Möbelstücke. Angeleitet werden sie von erfahrenen Mitarbeitenden der teilnehmenden Unternehmen, betreut von Lehrkräften ihrer Schule und von Mitarbeitenden der Stiftung.

Über 500 erfolgreiche Projekte

Rund 500 Projekte mit mehr als 1.600 Schülerinnen und Schülern wurden seit Start der GenerationenWerkstatt erfolgreich umgesetzt. Mit dabei: über 100 Unternehmen und mehr als 50 Schulen aus der Region. Die Schüler, denen von anderer Seite häufig die notwendige Unterstützung und Förderung fehlt, erfahren Selbstwirksamkeit, erhalten Einblick in die Arbeitswelt und stärken durch das Erschaffen ihres Werkstücks ihr Selbstvertrauen. Und die Unternehmen erhalten Kontakte zu potenziellen späteren Auszubildenden.

Das versprach sich auch der Köster-Bereich Tiefbau von der Kooperation. Im Februar 2026 starteten Semir, Atef, Ali, Tyler und Maximilian von der Friedensschule Osnabrück ihr Projekt auf dem Köster-Bauhof in Osnabrück. Unter Anleitung von Tiefbau-Ausbildungskoordinator Dominic Höfel bauten die engagierten Heranwachsenden eine XXL-Kugelbahn, die später einen Platz auf dem Hof ihrer Schule finden wird. Über gut 10 Wochen kamen die Jungs einmal wöchentlich in das Unternehmen. Sie planten, tüftelten, schweißten und schraubten, bis das beeindruckende Objekt fertiggestellt war. Bevor die Kugelbahn vor den Sommerferien auf dem Schulhof der Friedensschule Osnabrück installiert wird, feilen die motivierten Schüler derzeit noch an den letzten Feinheiten.  

Stolz präsentierten die Schüler die Funktionsweise der von ihnen gebauten mobilen Kugelbahn, die in Kürze auf dem Gelände der Friedensschule Osnabrück installiert wird. Bildquelle: Köster GmbH

„Das Schweißen war besonders cool“

Auf Nachfrage erklärten Ali und seine Kumpels: „Das Schweißen war besonders cool.“ Jens Peter Zuther, Köster-Geschäftsführer Tiefbau, über seinen Eindruck vom Projekt: „Die Jungs waren wirklich klasse. Zuverlässig und hochmotiviert hat jeder von ihnen gezeigt, was in ihm steckt. Und bei jedem konnten wir handwerkliches Talent erkennen. Ich hoffe, dass wir den einen oder anderen später mal als Auszubildenden bei uns wiedersehen.“ Bis 2027 will Köster die Anzahl von derzeit 22 Auszubildenden im Tiefbau auf 60 erhöhen. Als Generalunternehmer beschäftigt Köster zwar eher (Bau-)Ingenieure, die planen, kalkulieren, Baustellen betreuen und Leistungen von Nachunternehmern koordinieren, im Tiefbaubereich des Unternehmens sind jedoch auch viele eigene handwerkliche Mitarbeitende auf den Baustellen im Einsatz. Im Tiefbau ist Köster unter anderem am Bau der Energietrassen beteiligt, über die der durch Wind gewonnene Strom von den Küsten bis in den Süden Deutschlands transportiert wird.

Verwaltung und Politik loben die Arbeit der Projektbeteiligten

Den Wert des Engagements der Projektbeteiligten erkannten früh auch die Stadt Osnabrück und der Landkreis. Deshalb ließen es sich Oberbürgermeisterin Katharina Pötter und Landrätin Anna Kebschull Anfang Mai nicht nehmen, die Nachwuchs-Bauwerker im Rahmen des offiziellen Projektabschlusses im Hause Köster persönlich kennenzulernen. Begleitet wurden die Damen vom Fraktionsvorsitzenden der Opposition im niedersächsischen Landtag, Sebastian Lechner. Alle drei waren sehr interessiert und stellten Fragen zum Projekt. In kurzen Ansprachen lobten sie die Initiatoren und versicherten, die GenerationenWerkstatt auch zukünftig zu unterstützen.  

Für Köster-Geschäftsführer Zuther steht fest: „Aus tiefer Überzeugung werden wir auch in Zukunft mit der GenerationenWerkstatt kooperieren. Sie ist eine wertvolle, unterstützenswerte Initiative und sorgt für Gewinner auf allen Seiten, insbesondere bei den teilnehmenden Kindern.“

Köster-Geschäftsführer Jens Peter Zuther (Mitte links) begrüßte neben vielen Projektbeteiligten auch den GenerationenWerkstatt-Gründer Johannes Rahe (Mitte rechts) sowie Osnabrücks Oberbürgermeisterin Katharina Pötter, Landrätin Anna Kebschull und den Fraktionsvorsitzenden der Opposition im niedersächsischen Landtag, Sebastian Lechner (alle Mitte). Im Vordergrund die engagierten Mitmacher Semir, Atef, Ali, Tyler und Maximilian. Bildquelle: Köster GmbH

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