Komplexe Baugrubenerstellung wirtschaftlich und systematisch geplant

Köster schafft mit Spezialtiefbau die Basis für neues Quantum-Projekt in Düsseldorf

10. Mai 2021 | Düsseldorf

Themen: Spezialtiefbau

Bevor der Hochbau des neuen Projekts der Quantum Immobilien AG, ein achtgeschossiges Bürogebäude am Bonneshof in Düsseldorf-Golzheim starten kann, muss eine komplexe Baugrube erstellt werden. Die Experten vom Köster-Kompetenz-Center Spezialtiefbau haben dabei sowohl die Wirtschaftlichkeit und die Qualität der Ausführung als auch den Grundwasser-Pegel im Blick. Das Team arbeitet zudem partnerschaftlich mit dem Abbruchunternehmen zusammen, welches parallel zu den Verbauarbeiten die verfüllten Kellerräume der Vorbebauung beseitigt.
 

Die Quantum AG hat schon mehrmals mit Köster, allerdings noch nicht mit den Experten des Kompetenz-Centers Spezialtiefbau gebaut. Das Unternehmen mit Sitz in Hamburg ist in der Rheinmetropole sehr engagiert, auch im Quartier am Bonneshof hat der Immobilienentwickler schon gebaut. Das neue Projekt entsteht an der Stelle, wo zuvor das „Haus der Metalle“ stand. Die oberirdischen Teile der Vorbebauung wurden bereits Mitte 2020 abgebrochen, auch die Kellerdecke wurde zum Großteil entfernt. Im Nachgang wurde das Untergeschoss komplett mit dem Abbruchmaterial verfüllt. Für die Neubebauung, ein Bürogebäude mit zwei Untergeschossen, müssen das komplette Verfüllungsmaterial sowie die restlichen Mauern entsorgt werden. Da die zu erstellende Baugrube deutlich tiefer ist als die bisherige Gebäudesohle, begann der Einsatz des Köster-Teams mit der Vorbereitung für die Kampfmittelsondierung, wie Bereichsleiter Thomas Hahn berichtet: „Das Gerät für diese sogenannten Räumungsbohrungen konnten wir noch auf dem stabil verfüllten Gelände einsetzen und so die Vorbereitung für die Durchführung der Kampfmittelsondierung unterhalb der alten Bodenplatte treffen.“

Start der Baugrubenerstellung in Düsseldorf durch das Kompetenz-Center Spezialtiefbau. (Bildquelle: Köster GmbH)

Enge Grube, enges Timing, enge Abstimmung

Sobald das Gelände nach der Kampfmittelsondierung freigegeben wird, beginnen die Arbeiten an und in der Baugrube. „Dabei sind eine systematische, wirtschaftliche Planung und eine optimale Koordination der zahlreichen beteiligten Gewerke ebenso notwendig wie die Fähigkeit, flexibel auf die vorgefundene Situation oder das Wetter reagieren zu können“, fasst Thomas Hahn die Herausforderungen des Projekts zusammen. „Der Auftraggeber legt größten Wert darauf, dass die Erstellung der Baugrube in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem durch ihn beauftragten Abbruchunternehmen vorgenommen wird. Das ist auch gar nicht anders möglich, da die einzelnen Arbeitsschritte teils parallel verlaufen, teils ineinandergreifen und deshalb eng von uns koordiniert werden müssen“, so Hahn.

Bürogebäude Quantum Immobilien AG

Nach dem Ende der Tiefbauarbeiten sollen am Bonneshof in Düsseldorf Golzheim moderne Büroflächen auf acht Etagen entstehen. (Bildquelle: Quantum Immobilien AG)

Eine der zahlreichen Herausforderungen besteht darin die neuen Verbauelemente und Rückverankerungen so anzuordnen, dass diese nicht mit den alten Verbauträgern kollidieren. „Wir haben bei der Baugrubenplanung diese Idee des Bauherrn aufgenommen und zeit- und kostentechnisch deutlich optimiert. Für die Umsetzung bedeutet das aber, dass das Abrissunternehmen sehr sensibel vorgehen muss, um die neu hergestellten Verbauelemente nicht zu beschädigen. Außerdem wissen wir derzeit noch nicht, was uns unterhalb der Bestandsbodenplatte im Bereich des Verbaus erwartet. Gegebenenfalls müssen wir schnell und flexibel auf die vorgefundene Situation reagieren, also beispielsweise Teile ersetzen oder ergänzen.“ Insgesamt findet ein Großteil der Abbruch- und Verbauarbeiten parallel statt: „Das wird ziemlich eng in der Baugrube“, stellt der Köster-Bereichsleiter nüchtern fest. Eng ist auch der Zeitplan. Er wird nicht zuletzt durch das Wetter und die Lage des Grundstücks beeinflusst, wie Thomas Hahn erklärt: 

„Der anschließende Hochbau muss die Niedrigwasserstände vor dem Herbst nutzen, um die Bodenplatten herzustellen. Da es sich nicht um eine wasserdichte Baugrube handelt, würde eine Flutung der Baugrube durch das ansteigende Grundwasser einen Baustopp bedeuten. Deshalb müssen wir die Baugrube bereits im Juli übergeben. Sollte es in der Zwischenzeit zu außergewöhnlichen Wetterereignissen kommen, bei denen die Baugrube geflutet wird, haben wir aber auch entsprechende Notfallpläne für eine Räumung vorbereitet.“

Thomas Hahn

Thomas Hahn und sein Team nutzen die Steuerungsinstrumente des Köster-Prozess-Systems, um das Projekt für die Quantum Immobilien AG in der vorgesehenen Zeit abzuschließen und gegebenenfalls die Arbeitsabläufe flexibel an die Situation anzupassen.

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