Das Gelände liegt direkt am Kulturpark im Norden von Reutlingen. Dort soll im Zuge des Strukturwandels der Einrichtung für körper- und mehrfachbehinderte Erwachsene ein attraktives Wohnquartier für alle Bürger entstehen, in dem Menschen mit und ohne Behinderung wohnen und arbeiten.
Frank Stahl, seit dem 1. April neuer Verbandsdirektor des Kommunalverbands für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS), betonte anlässlich des Spatenstichs die Bedeutung des Projekts:
„Mit dem Quartiers.Wohn.Haus beginnt die Umsetzung unserer Vision für ein innovatives, inklusives Wohnquartier. Heute legen wir den Grundstein für ein offenes Miteinander in Rappertshofen.“
Das Quartiers.Wohn.Haus, kurz QWH, ist das erste Gebäude auf dem neuen Areal. Bereits im ersten Quartal 2028 soll der neue Komplex fertiggestellt sein. Bauherr ist der Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS). Dessen Tochterunternehmen, die Habila GmbH, wird die Einrichtung für mehrfachbehinderte Erwachsene betreiben. Mit der Planung des QWH wurden die Architekten arabzadeh.schneider.wirth beauftragt. Bei der öffentlichen Ausschreibung für die schlüsselfertige bauliche Umsetzung überzeugte Köster als Generalübernehmer. „Wir freuen uns sehr darauf, dieses interessante Projekt in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Bauherrn realisieren zu dürfen“, erklärt Köster-Bereichsleiter Jürgen Fritz zum Projektauftakt.
(v.l.): Ahmet Eren (Köster GmbH), Oliver Cosalter (Geschäftsführer Habila GmbH), Dr. Ulrich Fiedler (Landrat des Landkreises Reutlingen), Frank Stahl (stellvertretender Verbandsdirektor des Kommunalverbandes für Jugend und Soziales Baden-Württemberg), Thomas Keck (Oberbürgermeister der Stadt Reutlingen), Stefan Schneider (Geschäftsführer von Arabzadeh & Schneider Architekten). Bildquelle: Köster GmbH
Das QWH besteht aus drei gestaffelten Baukörpern (A, B, C). In den Gebäuden A und B entstehen, jeweils um einen Lichthof gruppiert, insgesamt fünf Wohngruppen für jeweils zwölf Bewohner. Im Erdgeschoss von Haus A befinden sich zudem die Büros der Verwaltung. Im zurückgesetzten dritten Gebäude werden acht barrierefreie Micro-Appartements erstellt, in denen Menschen mit Einschränkungen selbständig mit ambulanter Unterstützung leben werden. Außerdem befinden sich dort Räumlichkeiten für tagesstrukturierende Angebote und weitere Büros der Verwaltung.
Im Fokus der Planung und Ausführung stehen die Bedürfnisse der zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner. Viele von ihnen sind in hohem Maße auf Elektro- oder Liegerollstühle angewiesen. Die Gebäudestruktur und die Ausstattung orientieren sich zudem an den pflegerischen Abläufen. Köster schafft mit der Umsetzung des QWH die wichtigen baulichen Voraussetzungen für eine gute Pflegesituation und eine hohe Lebensqualität der hier lebenden Menschen. Das gilt auch für die Gestaltung der Freianlagen, die ebenfalls von Köster umgesetzt werden. „Wir bringen in dieses Projekt unsere Erfahrungen und unsere Expertise im Bereich der Sozialimmobilien mit ein“, so Jürgen Fritz.
Die meisten der zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner leben zurzeit in einer Einrichtung in unmittelbarer Nachbarschaft und können den Bau ihres neuen Zuhauses mitverfolgen. In die Planungs- und Bauphase wurden und werden sie eng mit eingebunden und stets auf dem Laufenden gehalten. Auch beim Spatenstich zeigten sie reges Interesse an dem Projekt. „Da alle Bewohnerinnen und Bewohner einen hohen Unterstützungsbedarf haben, haben wir ein haptisches 3D-Modell erstellt – ein QWH zum Anfassen. So lässt sich das Bauvorhaben wortwörtlich leichter erfassen“, erklärt Ahmet Eren, der das Projekt für Köster leitet. Er und sein Team werden die Arbeiten am QWH nun zügig vorantreiben, um es termingerecht im ersten Quartal 2028 an den KVJS zu übergeben.
Mit dem QWH realisiert Köster ein Projekt bestehend aus fünf Wohngruppen und acht barrierefreien Micro-Appartements. Das Projekt vereint Wohnen, Arbeiten und Pflege unter Berücksichtigung spezieller Anforderungen. Ziel des Standortes ist ein Quartier für Menschen mit und ohne Einschränkungen. Bildquelle: arabzadeh+schneider Architekten
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