Start des Ersatzneubaus Marienhaus Seniorenzentrum St. Josef Betzdorf

Köster baut 112 Pflegeplätze – barrierefrei, schlüsselfertig und in zwei Bauabschnitten

17. März 2026 | Betzdorf

Themen: Pflegeheime

Köster realisiert in Betzdorf für die Marienhaus Seniorendienste GmbH einen KfW-effizienten Ersatzneubau des Marienhaus Seniorenzentrums St. Josef mit 112 Pflegeplätzen, Tagespflege und mit ergänzenden Angeboten wie einer Cafeteria. Aufgrund des weiterlaufenden Betriebs des Seniorenzentrums entsteht der Neubau in zwei Bauabschnitten.
 

Ein wichtiges Projekt für die Seniorenpflege in der Region Betzdorf nimmt Fahrt auf: Köster ist als Generalunternehmer mit dem Ersatzneubau für das Marienhaus Seniorenzentrum St. Josef Betzdorf beauftragt. Im Auftrag der Marienhaus Seniorendienste GmbH entsteht in der Elly-Heuss-Knapp-Straße 29 ein modernes Seniorenzentrum mit 112 Plätzen (in 108 Einzelzimmern und 2 Zweibettzimmern) sowie einer Tagespflege für 25 Gäste. Nach dem offiziellen Spatenstich im Oktober 2025 begannen die Bauarbeiten zeitnah.
Das Projekt mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 23 Millionen Euro wird von der Marienhaus-Gruppe finanziert und als KfW-Effizienzhaus im Rahmen des Förderprogramms „Klimafreundlicher Neubau – Wohngebäude“ realisiert. Köster ist für den schlüsselfertigen Neubau inklusive Außenanlagen sowie einige Abbrucharbeiten verantwortlich.

In zwei Phasen entstehen bis 2029 insgesamt 112 moderne Pflegeplätze, wobei der Großteil des Projekts bereits bis 2027 bezugsfertig ist. Bildquelle: Köster GmbH

Anspruchsvolle Bauaufgabe mit gestaffeltem Zeitplan

Das bestehende Gebäude aus den 1970er Jahren wies erhebliche technische und energetische Defizite sowie eine abgängige Bausubstanz auf, was einen Ersatzneubau alternativlos machte. Die Herausforderung für Köster liegt nicht nur in der Größe des Projekts, sondern auch in der komplexen Bauausführung: Der Neubau entsteht in zwei Phasen, während der laufende Betrieb des Seniorenzentrums im Altbau aufrechterhalten wird.

Um den laufenden Betrieb zu gewährleisten und den Bewohnerinnen und Bewohnern einen reibungslosen Übergang zu ermöglichen, erfolgt der Bau in mehreren Schritten. Zunächst werden rund 95 Prozent des Neubaus – 100 der 112 Pflegeplätze – vollständig schlüsselfertig erstellt. Dies soll bis voraussichtlich August 2027 abgeschlossen sein. Sobald dieser erste Bauabschnitt bezugsfertig ist, können die Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Altbau umziehen.

Erst danach wird der Bauherr die verbleibenden Gebäudeteile des Bestands abreißen.  Nach dem vollständigen Rückbau des Altbestandes folgt dann der Anschlussbau mit den verbleibenden 12 Bewohnerzimmern, wodurch der Neubau am Ende als eine architektonische Einheit erscheint. Trotz der daraus resultierenden langen Gesamtbauzeit bis April 2029 (gemäß Bauzeitenplan) wird der Großteil der Köster-Leistung voraussichtlich bereits 2028 abgeschlossen sein.

„Dieses Projekt ist ein hervorragendes Beispiel für unsere Fähigkeit, auch unter schwierigen Rahmenbedingungen passgenaue Lösungen zu entwickeln. Uns ist wichtig, für die Bewohnerinnen und Bewohner möglichst schnell ein neues Gebäude zu errichten und gleichzeitig den laufenden Betrieb so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.“ 

Andreas Großer, Projektleiter, Köster GmbH

Spatenstich in Betzdorf

Anfang Oktober 2025 ist mit dem Spatenstich der Startschuss für den Ersatzneubau gefallen. Vertreterinnen und Vertreter des Trägers, lokale Verantwortliche sowie Projektbeteiligte kamen zusammen, um den Bau feierlich einzuleiten. In kurzen Ansprachen wurde die Bedeutung des neuen Seniorenzentrums für die Region hervorgehoben, insbesondere im Hinblick auf zeitgemäße Pflegeangebote, Barrierefreiheit und eine Verbesserung der Betreuungsqualität.

Gute Stimmung beim Spatenstich am 7. Oktober 2025 in Betzdorf: (V.l.) Mathilde Jüngst, Vorsitzende des Fördervereins; Mechele Klein, ehemalige Einrichtungsleiterin; Daniel Blaufuß, Geschäftsbereichsleitung Altenhilfe und Prokurist der Marienhaus Senioreneinrichtungen GmbH; Andreas Helsper, Architekt/Projektverantwortlicher des Marienhaus Baumanagement; Joachim Brenner, Verbandsgemeindebürgermeister; Johannes Behner, Stadtbürgermeister; Sebastian Schmeier, Geschäftsführer der Marienhaus Senioreneinrichtungen GmbH; Sabine Bätzung-Lichtenthäler, SPD-Landtagsabgeordnete und Fraktionsvorsitzende; Alexander Schuhler, Geschäftsführer der Marienhaus GmbH; Benjamin Geldsetzer, Kreisbeigeordneter; Kevin Preuß, Einrichtungsleiter; Pia Pfeifer-Irle, Pflegedienstleiterin; Heinfried Januschewski, Geschäftsführer des Generalübernehmers Köster GmbH. Bildquelle: Köster GmbH

Ein Ort der modernen Pflege

  • Der dreigeschossige Neubau wird mit einem Y-förmigen Grundriss in den Hang gebaut, wodurch er von verschiedenen Seiten ebenerdig zugänglich ist. Er bietet zukünftig:
  • 112 Bewohnerplätze: Davon 108 Einzelzimmer und 2 Zweibettzimmer. 52 Plätze sind rollstuhlgerecht ausgeführt.
  • Barrierefreiheit: Das gesamte Gebäude und die Außenbereiche sind durchgängig barrierefrei gestaltet.
  • Tagespflege: Im Untergeschoss entsteht eine Tagespflege für 25 Gäste mit eigener Küche und Aufenthaltsbereichen.
  • Hausgemeinschaftskonzept: Acht Hausgemeinschaften mit jeweils 14 Bewohnerinnen und Bewohnern werden über eigene Wohnbereichsküchen und Aufenthaltsbereiche verfügen, um ein wohnliches Umfeld und die Integration häuslicher Tätigkeiten zu fördern.
  • Komfort & Gemeinschaft: Eine Cafeteria mit Außenbereichen im Erdgeschoss, ein Pflege- und Wohlfühlbad sowie sechs Mikro-Apartments im Untergeschoss ergänzen das Angebot.

„Der Standort wird nachhaltig aufgewertet, baulich, funktional und atmosphärisch. Es entsteht ein Ort der Geborgenheit – mehr als nur ein Dach über dem Kopf.“ 

Johannes Behner, Stadtbürgermeister, Betzdorf

Partnerschaftliche Zusammenarbeit und hohe Planungsqualität

Für Köster ist dies das erste Projekt mit der Marienhaus Seniorendienste GmbH, die den Neubau als Referenzrahmen für künftige Einrichtungen etablieren möchte. Die intensive Planungsphase, in der Köster auch die vollständige Ausführungsplanung (Leistungsphase 5) übernimmt, zeichnet sich durch eine ungewöhnlich tiefe Vorplanung aus. Obwohl der Bauherr die Innenausstattung selbst plant, arbeitet Köster eng mit ihm zusammen, um alle architektonischen und technischen Aspekte ideal auf das Nutzungskonzept abzustimmen.

„Wir freuen uns sehr über das Vertrauen der Marienhaus Seniorendienste GmbH und die Möglichkeit, gemeinsam eine moderne und nachhaltige Umgebung zu schaffen, die den Bedürfnissen von Bewohnerinnen, Bewohnern und Personal gleichermaßen gerecht wird.“ 

Heinfried Januschewski, Geschäftsführer Hochbau Wohnen, Köster GmbH

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