Köster realisiert Hochwasserschutzwand in Erftstadt

Spezialtiefbau schützt vor Extremwetterfolgen

24. Februar 2026 | Erftstadt

Themen: Spezialtiefbau

Nach der verheerenden Ahr-Flut 2021 schützt Köster einen Logistikpark der MAY Holding GmbH & Co. KG in Erftstadt mit einer 585 Meter langen Stahlspundwand vor künftigen Extremwetterereignissen. Der im Juli 2025 abgeschlossene Spezialtiefbau integriert die bestehende Infrastruktur.
 

Im Auftrag der MAY Holding GmbH & Co. KG, errichtete Köster in Erftstadt eine umfassende Hochwasserschutzwand. Das Projekt, das im Juli 2025 fertiggestellt wurde, zielte darauf ab, den Logistikpark vor den Folgen zukünftiger Überschwemmungen zu bewahren, nachdem dieser bereits durch Überschwemmungen im Jahr 2021 erheblichen Schaden erlitten hatte. Köster übernahm dabei den Spezialtiefbau und begleitete den Kunden von Beginn an unter anderem bei der Materialauswahl.

„Wir konnten dieses Projekt erfolgreich umsetzen, obwohl wir aufgrund der bestehenden Infrastruktur wie zum Beispiel kreuzende Leitungen und Kanäle vor Herausforderungen gestellt wurden und somit einige Schnittstellen abdecken mussten.“ 

Henrik Kühler, Projektleiter, Spezialtiefbau, Köster GmbH

Die größte Herausforderung bestand darin, eine nahezu durchgängige Wasserdichtigkeit über die gesamte Länge von 585 Metern zu gewährleisten, obwohl diverse Leitungen und Kanäle, die den Logistikpark versorgen, die Wand kreuzen. Hierfür setzte Köster zwei Sonderlösungen im Spundwandverlauf um: Im Bereich von kreuzenden Strom- und Gasleitungen wurde ein Dammbalkensystem integriert. Bei Bedarf können die Dammbalken temporär entfernt werden, um die Zugänglichkeit für die Leitungsbetreiber aufrechtzuerhalten. Zudem entstand ein Schachtbauwerk, das den maßgebenden Entwässerungskanal des Logistikparks in die Spundwand integriert, ohne dessen Funktion zu beeinträchtigen. Ebenso konnte der Betrieb in den angrenzenden Produktionshallen während der gesamten Bauphase uneingeschränkt aufrechterhalten werden. Seitens Köster wurde hierzu ein Messkonzept zur Erfassung von Erschütterungen berücksichtigt.

Durch Auflockerungsbohrungen wurde das Einrütteln der Spundwand ermöglicht. Die Stahlprofile sitzen nun vier Meter tief im Boden und ragen 1,80 Meter heraus. Bildquelle: Köster GmbH

„Die Zusammenarbeit mit der Firma Köster verlief sehr partnerschaftlich. Das Team löste auch unerwartete Herausforderungen schnell und kompetent.“ 

Uwe Hucklenbroich, Projektleiter, MAY Holding GmbH & Co. KG

Die Errichtung der Spundwand, die vier Meter in den Baugrund gerüttelt wurde und bis zu 1,80 Meter aus der Erde ragt, erforderte Vorbereitungsmaßnahmen. Da sich der Baugrund als nicht optimal für das Einbringen der Spundbohlen erwies, wurden Auflockerungsbohrungen durchgeführt. Diese Vorarbeiten erleichterten das Rüttelverfahren und stellten die erfolgreiche Installation der Stahlspundbohlen sicher. Eine definierte Schutzhöhe garantiert nun den Schutz des Areals auch im Falle einer erneuten Flutkatastrophe.

Obwohl der Schwerpunkt des Köster-Spezialtiefbaus üblicherweise in der Herstellung von Baugruben liegt, stellte dieses Projekt eine besondere, aber willkommene Abwechslung dar. Unter der Leitung von Projektleiter Henrik Kühler arbeiteten Köster-Spezialisten eng und konstruktiv mit Bauherrenvertretern, Planern, Nachunternehmern und Lieferanten zusammen. Mit der erfolgreichen Fertigstellung der Hochwasserschutzwand ist nun ein wichtiger Schritt getan, um den Logistikpark nachhaltig vor den Folgen zukünftiger Hochwasserereignisse zu bewahren.

Die 585 Meter lange Stahlspundwand wird den Logistikpark der MAY Holding GmbH & Co. KG in Erftstadt vor künftigen Extremwetterereignissen schützen. Bildquelle: Köster GmbH

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