Grundsteinlegung ZAM in München-Freiham gefeiert 

Köster baut am Stadtteilzentrum einer der größten Quartiersentwicklungen Europas

2. September 2022 | Osnabrück

Themen: Geschäfts- und Wohngebäude

Mit Freiham entsteht im Münchner Westen ein komplett neuer Stadtteil. Herzstück des Quartiers ist das Stadtteilzentrum ZAM. Bei der feierlichen Grundsteinlegung am 25. Juli 2022 wurde vor allem die architektonische und städtebauliche Bedeutung des ZAM hervorgehoben. Von den vier Baukörpern, die mit einem attraktiven Einzelhandelsmix, Wohnungen und Büros den zentralen Mahatma-Ghandi-Platz umschließen, errichtet Köster zwei Rohbauten sowie ein schlüsselfertiges Gebäude.
 

Nico Amirkhani aus dem Köster-Team unterstützt Dr. Alexander Rosa-Alscher, Geschäftsführer der Rosa-Alscher Group, Katrin Habenschaden, Zweite Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München und Konstantina Kanellopoulos, CO-CEO der Deutsche Wohnen SE bei der Grundsteinlegung. Bildquelle: Köster GmbH 

Freiham ist eine der größten städtebaulichen Quartiersentwicklungen in Europa. In den nächsten Jahren entstehen nördlich der Bodenseestraße 10.500 neue Wohneinheiten. Etwa 30.000 Menschen werden in dem Stadtteil, dessen Name auf ein Gut im Münchner Westen zurückgeht, zukünftig wohnen, 15.000 werden dort arbeiten. Noch prägen überall Kräne und Baustellen das Bild des neuen Stadtteils, der mit dem ZAM in den kommenden zwei Jahren seinen Lebensmittelpunkt erhält, wie die 2. Bürgermeisterin Münchens bei der Grundsteinlegung erklärte:

„ZAM steht für die neue lebendige Mitte Freihams. Die täglichen Besorgungen auf kurzer Distanz vor Ort zu erledigen, stärkt die Identität und fördert die Nahmobilität im Stadtteil.“ 

Katrin Habenschaden, 2. Bürgermeisterin München

Freihams repräsentatives Tor

Der Entwurf für das ZAM stammt von den Hamburger Architekten Störmer Murphy and Partners. Das bayrische „zam“ bedeutet etwa „zusammen, gemeinsam, zusammenwachsen“. Das trifft die Idee hinter den Planungen für das ZAM, denn das Stadtteilzentrum wird zugleich Treffpunkt und repräsentatives Tor zum neuen Stadtteil Freiham Nord. Helle Materialien, Holz und Naturstein und die ausdruckstarke Arkadenarchitektur um den zentralen Mahatma-Ghandi Platz prägen das Lebensgefühl einer lebendigen Nachbarschaft mit vielseiteigen Angeboten für Wohnen und Arbeiten, Freizeit, Bildung und Kultur.

Das ZAM wird als Anlauf- und Versorgungspunkt auch über die Grenzen Freihams hinaus dienen. „Mit diesem Stadtteilzentrum geben wir einen starken Impuls für den Münchner Westen und darüber hinaus“, betonte Alexander Rosa-Alscher, Gründer der Rosa-Alscher Group, bei der Grundsteinlegung. Über ÖPNV, Straßen und Wege wird das ZAM gut erreichbar und zugleich eng mit dem Stadtteil vernetzt sein. Die baulichen Voraussetzungen dafür schafft unter anderem die Firma Köster durch den Bau der Tiefgarage, die unter dem kompletten Areal verläuft und so alle Gebäude des ZAM unterirdisch miteinander verbindet. „Hier entstehen insgesamt 260 Stellplätze, sowie 130 Ladeplätze für E-Autos und E-Bikes. Zudem ist die Traglast der Tiefgarage für die Straßenbahntrasse ausgelegt, die zukünftig am Mahatma-Ghandi-Platz vorbeiführen soll“, erklärt Köster-Projektleiter Michael Anderl, der das ZAM-Projekt MK 2.3 an der westlichen Seite des Platzes verantwortet.

Neben Einzelhandels-, Büro- und Gewerbeflächen entstehen im ZAM auch 470 Wohneinheiten, sowohl in einem 60 Meter hohen Turm, für den Köster den Rohbau erstellt und der das Zentrum Freihams weithin sichtbar markiert, als auch in den Oberschossen der Nachbargebäude. Die Bewohner erreichen alles für den täglichen Bedarf in fußläufiger Entfernung, haben aber dank begrünter Innenhöfe und Dachgärten auch eine geschützte Privatsphäre und individuelle Freiräume. Dieser Gesamtentwurf des ZAM überzeugte die Wettbewerbsjury, der auch Alexander Rosa-Alscher, Gründer der Rosa-Alscher-Group angehörte.

„Ich bin von dieser Lösung sehr beeindruckt und glaube, dass wir hier alle einen großen Wurf landen können, der einmal Münchner Städtebaugeschichte schreiben wird.“ 

Alexander Rosa-Alscher, Rosa-Alscher-Group

Die Rosa-Alscher-Group erwarb ursprünglich alle vier Baufelder des ZAM komplett. Inzwischen wurden zwei von ihnen an die ISARIA München Projektentwicklungs GmbH veräußert, welche für die Deutsche Wohnen SE gemeinsam mit Köster zwei Gebäude im ZAM realisiert.

ZAM wird unverwechselbar

Besonderen Wert legen sowohl die Stadt München als auch die Entwurfsarchitekten auf das einzigartige Erscheinungsbild des ZAM.

„Wir wollen dem Stadtteilzentrum ein unverwechselbares architektonisches Gesicht verleihen, das Impulse zu einem bunten städtischen Leben gibt.“ 

Kasimir Altzweig, Architekt Störmer Murphy and Partners

Ein Beispiel für den Gestaltungscharakter des ZAM ist das Gebäude MK2.3, welches Köster bis zum Januar 2024 schlüsselfertig für die Rosa-Alscher-Group erstellt. Es vereint in den beiden unteren Ebenen Flächen für den Einzelhandel und in den oberen Etagen Büroflächen. Für MK2.3 wurden spezielle Fassadenelemente aus Glasfaserbeton erstellt, in die hochwertige, eloxierte Fensterprofile eingesetzt werden. 

Die imposanten Arkadenstützen sind 10 m hoch und bis zu 20 t schwer. Bildquelle: Köster GmbH 

„Diese Fassadenelemente, die sich L-förmig an die Außenwand schmiegen, wurden von einem spezialisierten Unternehmen gemeinsam mit uns extra für das ZAM entwickelt. Sie wurden in einem Bemusterungsverfahren mit der Stadt München und den verantwortlichen Planern abgenommen und werden nun mit einer sogenannten ‚Zulassung im Einzelfall‘ realisiert.“ 

Michael Anderl, Projektleiter Köster GmbH

Auch für die Fassade des Sockelgeschosses gab es klare Gestaltungsrichtlinien, wie Michael Anderl erklärt: „Damit die Natursteinfassade wie eine Tapete wirkt, werden die einzelnen Teile kaum sichtbar miteinander verfugt.“ 

Die einzigartige Architektur wird das Bild des neuen Stadtteils prägen. Bildquelle: Störmer Murphy and Partners

Eine herausragende Rolle bei der Gestaltung des ZAM und des Mahatma-Gandhi-Platzes nehmen die Arkaden ein, wie Stadtbaurätin Pro.Dr. Elisabeth Merk anlässlich der Grundsteinlegung betonte:

„Das neue Stadtteilzentrum ZAM erhält durch das Motiv der Arkaden eine identitätsstiftende Architektur und räumliche Qualität. Es entsteht hier ein Platz als Ort der Begegnung und Integration.“ 

Prof.Dr.Elisabeth Merk, Stadtbaurätin München

Auch die Entwurfsplaner von Störmer Murphy and Partners messen den Arkaden besondere Bedeutung bei: „Die Entwicklung der Arkadenarchitektur als ‚Markenzeichen‘ für den neuen Stadtteil ist von der ersten Skizze bis zur technischen Umsetzung sehr spannend. Hierfür gibt es keine Lösung von der Stange“, wird Kasimir Altzweig auf der ZAM-Website zitiert. Die Erfahrungen des Köster-Projektleiters Anderl bestätigen dies: „Es gibt nur sehr wenige Anbieter, die diese Arkaden erstellen können. Wir arbeiten jetzt mit einem Hersteller aus Tirol zusammen.“ Neben den dort vorgefertigten Glasbeton-Stützen für die Arkaden stellt auch das Gewölbe eine besondere Herausforderung dar, so Michael Anderl: „Nach Fertigstellung der Decke wird ein 3D-Plan erstellt, auf dessen Grundlage das Gewölbe geplant wird. Dieses wird wie ein Mosaik aus abgehängten Einzelteilen zusammengefügt, die alle unterschiedliche Formen und Größen aufweisen und am Ende exakt miteinander verfugt werden müssen.“ 

Freiham ist eine der größten städtebaulichen Quartiersentwicklungen in Europa. Bildquelle: Störmer Murphy and Partners

Ziel des Köster-Teams ist es – hier wie im gesamten Projekt – die passenden bautechnischen Lösungen zu finden, um sowohl die gestalterischen als auch die konzeptionellen Erwartungen des Bauherrn zu erfüllen.

„Ganz besonders freue ich mich über die architektonischen Akzente der großzügigen Arkadengänge, die wir hier setzen konnten und mit denen Innen- und Außenflächen zu einer Einheit verschmelzen.“ 

Alexander Rosa-Alscher, Rosa-Alscher-Group

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