Köster baut neue Produktionshalle für BPW in Wiehl

Neubau ist Bekenntnis zum Standort

30. Juni 2026 | Osnabrück | Bielefeld | Wiehl

Themen: Industrie- und Produktionshallen

Seit 1898 entwickelt und produziert die BPW Bergische Achsen Kommanditgesellschaft komplette Fahrwerksysteme für Lkw-Anhänger und -Auflieger.  Jetzt gibt das Familienunternehmen ein klares bauliches Statement für den Heimatstandort ab: Am Stammsitz in Wiehl entsteht eine neue Produktionshalle. Geplant und umgesetzt wird das Projekt von Köster in der Funktion als Generalübernehmer.
 

Mit einem symbolischen Spatenstich am 13. April 2026 startete das Bauvorhaben in die Umsetzungsphase. Mit dem Bau der neuen Halle setze das Unternehmen ein starkes Signal für die Region, betonten die Anwesenden, zu denen neben führenden Vertretern der Baubeteiligten auch der Bürgermeister gehörte.

„Ich freue mich sehr darüber, dass durch dieses zukunftsweisende Bauvorhaben der Produktionsstandort in Wiehl nachhaltig gesichert wird. Damit wird nicht nur die lokale Wirtschaft gestärkt, sondern eine langfristige Perspektive für unsere Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger geschaffen.“

Ulrich Stücker, Bürgermeister von Wiehl

Achim Kotz, persönlich haftender geschäftsführender Gesellschafter der BPW Bergische Achsen KG, unterstrich die Bedeutung des Bauprojekts als klares Bekenntnis für den Standort: „Mit der größten Modernisierungsmaßnahme der jüngeren Unternehmensgeschichte stärken wir unseren Stammsitz in Wiehl nachhaltig und schaffen Perspektiven für die Zukunft. Das Projekt ist ein klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Deutschland.“

Bis zum Sommer 2027 wird das Köster-Team die 7.200 m² große Produktionshalle fertigstellen, die gezielt auf die Montage von BPW Trailer-Scheibenbremsen angepasst ist. Diese werden derzeit noch im benachbarten Hunsheim gefertigt. Maschinen und Mitarbeitende werden dann auf das Betriebsgelände in Wiehl umziehen. So werden bestehende Produktions- und Logistikstrukturen der BPW effizient gebündelt und zukunftsfähig ausgerichtet.

Diese Visualisierung verdeutlicht, welchen modernen Eindruck die neue Produktionshalle von BPW in Wiehl machen wird. Bildquelle: Köster GmbH

Passgenau geplant

Was mit der Übergabe der Baugenehmigung und dem feierlichen Spatenstich offiziell besiegelt wurde, begann bereits im Dezember 2024 mit ersten Gesprächen zwischen Köster und dem Bauherrn, erinnerte sich Markus Sommer, Bereichsleiter und Mitglied der Köster-Geschäftsleitung, an den Start der Zusammenarbeit. Es folgte fast ein Jahr gemeinsame Planung, in der das Projekt immer detaillierter auf die Anforderungen und Erwartungen des Bauherrn zugeschnitten wurde. „Köster hat bei diesem Bauvorhaben die Planung ab Leistungsstufe 1 übernommen und wird es komplett zu Ende führen“, erklärt Bauingenieur Tobias Kemper (M.Sc.), der das Projekt für Köster leitet.

Die Halle ist in unterschiedliche Bereiche unterteilt, die sich an den Abläufen der Produktion orientieren: Es gibt große Flächen für die Einlagerung von Material, Produktionsflächen mit den entsprechenden Maschinen, aber auch zahlreiche Halleneinbauten, beispielsweise mit Büro- und Besprechungsräumen.

„Wichtig sind unserem Kunden zudem die Zugänge zur Produktionshalle, die ebenfalls an die Abläufe angepasst sind. Wir erstellen vier Tore mit Überladebrücken sowie ein Tor, das eine seitliche Beladung der LKW mittels Gabelstapler ermöglicht. Dazu haben wir die Stützenabstände und die Höhe des Gebäudes sowie die Tragkonstruktion des Daches in unseren Planungen entsprechend angepasst.“

Bis zum Sommer 2027 wird das Köster-Team die 7.200 m² große Produktionshalle auf dem BPW-Firmengelände in Wiehl fertigstellen. Bildquelle: Köster GmbH

Eine weitere Besonderheit der Halle ist der Einbau der neuen Energiezentrale mit vier Trafostationen für die komplette Energieversorgung des Firmenstandortes. Hierfür müssen die Bauabläufe besonders sensibel abgestimmt werden, wie Tobias Kemper erklärt: „Im ersten Schritt erstellen wir die neue Energiezentrale. Dann wird die Stromversorgung des gesamten Standortes sukzessive darauf umgeschaltet. Erst danach können wir die benachbarte alte Energiezentrale rückbauen und an derselben Stelle den Tiefhof errichten, der zu den Hallentoren mit den Überladebrücken führt. Die Herausforderung liegt vor allem in der präzisen Koordination der Bauabläufe mit den betrieblichen Abläufen und den Anforderungen des Energieversorgers. Und auch der Zeitplan ist ambitioniert.“

Koordination ist bei diesem Projekt ohnehin das A und O. Vor allem für den An- und Abtransport über die Straßen auf dem Betriebsgelände muss sich das Köster-Team eng mit den BPW Ansprechpartnern vor Ort abstimmen. „Das funktioniert nur mit präziser Projektsteuerung. Dabei werden unsere täglichen Shopfloor-Treffen und unser Planungstool Yolean besonders nützlich sein“, weiß der Projektleiter aus Erfahrung.

Der erste Spatenstich zum Bau der Produktionshalle in Wiehl am 13. April 2026: (V. l. n. r.) Jennifer Trabant und Tobias Kemper (Köster GmbH), Achim Kotz (BPW), Marco Lohau und Tuce Yilmaz (DB‑Baumanagement), Markus Sommer (Köster GmbH), Boris Arndt (BPW) und Bürgermeister Ulrich Stücker. Bildquelle: BPW Bergische Achsen

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