Noch sieht die Baustelle aus wie ein ganz normales Bürogebäude. „Die baulichen Anforderungen sind für uns ganz ähnliche wie die bei jedem anderen großen Bürokomplex“, beschreibt Bauleiter Markus Klose seine Sicht auf das Bauvorhaben. Immerhin stehen dem KTI zukünftig mehr als 12.500 m² Fläche zur Verfügung. Die Herausforderungen liegen für das Köster-Team also vor allem in der Größe, dem Zuschnitt der Baugrube und in der beengten innerstädtischen Lage, welche die Anlieferung und Lagerung der benötigten Materialmengen erschweren. „Alle diese Aspekte können wir aber mithilfe unserer Projektsteuerungsinstrumente gut beherrschen“, erklärt Markus Klose.
Soweit die Einschätzung des erfahrenen Köster-Bauleiters. Angesichts der zukünftigen Nutzung des Gebäudes, eröffnet der Blick auf die Baustelle aber eine ganz andere Perspektive: Markus Klose und sein Team schaffen gerade die baulichen Rahmenbedingungen für die moderne Verbrechensbekämpfung auf Landesebene.
Der Neubau ist nötig, weil die Räumlichkeiten und die technische Ausstattung am bisherigen Standort den Anforderungen an eine zeitgemäße Polizeiarbeit nicht mehr genügen, wie Innenministerin Daniel Behrens bereits 2023 feststellte:
„Das Landeskriminalamt ist bei seiner Arbeit auf eine moderne und zeitgemäße Ausstattung angewiesen und der geplante Neubau wird dazu ganz entscheidend beitragen.“
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher feierten am 4. September 2026 das Richtfest des neuen Kriminaltechnischen Instituts des LKA Niedersachsen in Hannover. Mit dabei: Niesersachsens Innenministerin Daniela Behrens. Bildquelle: Köster GmbH
Zudem sollen die unterschiedlichen LKA-Standorte in dem Gebäudekomplex am Waterlooplatz in Hannover zusammengeführt werden. Das Köster-Team stellte deshalb im laufenden Betrieb den baulichen Anschluss an die Bestandsgebäude her und koordinierte dazu die Arbeiten in enger Absprache mit den derzeitigen Nutzern.
Nach seiner Fertigstellung wird der Neubau dem LKA nicht nur angemessene Büros, Besprechungs- und Schulungsräume bieten, sondern auch Untersuchungshallen, Werkstätten sowie Lagerräume. Und wie nicht nur eingefleischte Tatort-Fans wissen, sind für effiziente Ermittlungen auch moderne Labore nötig. Im KTI werden deshalb unterschiedliche Fachlabore eingerichtet:
Das Staatliche Baumanagement Hannover stattet das neue Gebäude zudem mit besonderen technischen Einbauten wie einem faradayschen Käfig zur sicheren Auswertung von Handydaten, einem Beschussraum (Schießbahn zum Testen der Beschussauswirkung auf Gegenstände) sowie einem Wasserbeschussbecken (wie Beschussraum aber unter Wasser) aus.
„Die große Aussparung für das Wasserschussbecken in der Bodenplatte des 2. Untergeschosses ähnelt auf den ersten Blick einer großen Aufzugsunterfahrt“, beschreibt Markus Klose ein Beispiel der baulichen Voraussetzungen, die er und seine Kolleginnen und Kollegen erstellt haben. Bei der Umsetzung des Projektes hält sich das Köster-Team streng an die vorgegeben Planungen. So ist sichergestellt, dass alle notwendigen Standards erfüllt werden.
So wird das KTI aussehen, wenn nach dem Rohbau auch die Fassade und die Außenanlagen fertiggestellt sind. Visualisierung: © Archlab, Dresden/© PLAN2, München
Das Richtfest am 4. September 2026 markiert einen wichtigen Meilenstein beim Neubau des KTI, dessen Bedeutung für die Polizeiarbeit die Anwesenden nochmals unterstrichen.
So sagte Thorsten Massinger, Präsident des LKA Niedersachsen: „Mit dem neuen Kriminaltechnischen Institut schaffen wir die räumlichen und technischen Voraussetzungen, um kriminaltechnische Untersuchungen auch in den kommenden Jahrzehnten zuverlässig, schnell und auf hohem fachlichen Niveau durchzuführen. Das ist eine wichtige Investition in die Handlungsfähigkeit der Polizeiarbeit in Niedersachsen – für sichere Ermittlungsergebnisse und eine leistungsfähige Kriminaltechnik. Zugleich werden sich die Rahmenbedingungen für alle Mitarbeitenden des KTI verbessern. Wir können ihnen künftig ein modernes Arbeitsumfeld bieten, das ihrer anspruchsvollen und verantwortungsvollen Tätigkeit gerecht wird.“
Alexander Schaub, Leiter des Staatlichen Baumanagements Hannover hob zudem die Besonderheiten des Neubaus hervor: „Das neue Kriminaltechnische Institut ist alles andere als ein gewöhnlicher Neubau. Mit seinen hochspezialisierten Laboren, modernster Technik und besonderen Sicherheitsanforderungen entsteht hier ein Gebäude, das bundesweit Maßstäbe setzen wird. Wir sind stolz darauf, mit diesem Neubau die Polizeiarbeit in Niedersachsen zu unterstützen.“
Mit der Fertigstellung des Rohbaus hat das Köster-Team einen wesentlichen Teil zu diesem zukunftsweisenden Projekt beigetragen. Im nächsten Schritt erfolgen die Innenausbauten und die Ausstattung der Spezialräume und Labore. Dann wird Schritt für Schritt sichtbar, dass das Bauvorhaben am Waterlooplatz kein ganz normales Bürogebäude ist, sondern ein wichtiger Standort für die landesweite Verbrechensbekämpfung.
Die Arbeiten am Waterlooplatz in Hannover laufen auf Hochtouren. Ein Bild von den Rohbauarbeiten im Sommer 2026. Bildquelle: Köster GmbH
Finden Sie hier Ihren persönlichen Ansprechpartner für den Bereich Geschäfts- und Wohngebäude.
Das Newsletter-Angebot der Köster-Gruppe
Jetzt hier registrieren!