In dem Neubau im Gewerbegebiet Mainz-Hechtsheim werden zukünftig mehrere Standorte von Zoll und Finanzkontrolle unter einem Dach zusammengefasst. Regierungsdirektor René Borm, Leiter des Hauptzollamts Koblenz, Oberbürgermeister Nino Haase und Wirtschaftsminister Michael Elbing betonten in ihren Reden anlässlich des Richtfestes die Bedeutung des Neubaus für die Arbeit der Behörden. „Mit dem neuen Standort schaffen wir nicht nur moderne und nachhaltige Arbeitsplätze für die Beschäftigten des Zolls und der Finanzkontrolle Schwarzarbeit, wir schaffen auch einen Ort, an dem Menschen unter guten Bedingungen ihrer wichtigen Arbeit für unsere Gesellschaft nachgehen können. Gerade die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zolls leisten jeden Tag einen wertvollen Beitrag für Fairness, Rechtsstaatlichkeit und den Schutz ehrlicher Unternehmen. Dass sie künftig an einem gemeinsamen, zeitgemäßen Standort arbeiten können, ist ein starkes Signal der Wertschätzung. Gleichzeitig zeigt das Projekt, dass leistungsfähige Verwaltung und klimabewusstes Bauen heute selbstverständlich zusammengehören“, so Michael Elbing.
Zufriedene Gäste und beste Stimmung prägten das Richtfest in der Mainzer Robert-Koch-Straße. Im Vordergrund und im blauen Anzug: Michael Elbing, rheinland-pfälzischer Wirtschaftsminister. © Karrié Projektentwicklung/Alexander Sell
Ein Blick in die Gebäudepläne zeigt, was der Wirtschaftsminister in seiner Rede umschrieben hat: Der von Kirstein Rischmann Architekten und Ingenieure geplante, viergeschossige Komplex bietet ca. 3.400 m² Mietfläche. Die Mitarbeitenden betreten das U-förmig angelegte Gebäude über den barrierefreien, zentralen Haupteingang, für Besucher des Zollamtes gibt es einen separaten Zugang. Alle Obergeschosse werden über das zentrale Treppenhaus bzw. den Aufzug erschlossen. Im Untergeschoss befinden sich neben der Haustechnik 63 PKW-Stellplätze, von denen sechs mit E-Lademöglichkeiten ausgestattet werden. 18 weitere Stellplätze, davon zwei mit E-Ladestationen, werden im Außenbereich eingerichtet. Dort befinden sich auch 28 überdachte Fahrradstellplätze. Auf der schwerlasttauglichen Sonderstellfläche „Amtsplatz“ finden zudem drei LKW Platz. Ein begrünter Innenhof mit Sitzgelegenheiten sowie die begrünte Außenfassade wirken sich positiv auf die Aufenthaltsqualität und das Mikroklima aus. Als alleinige Wärmeerzeuger dienen zwei Luft-Wasser-Wärmepumpen, auf fossile Brennstoffe kann daher verzichtet werden. Eine PV-Anlage sowie eine Zu-/Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung für die Umkleiden, Sanitärräume und Nebenflächen zahlen ebenfalls auf die Nachhaltigkeit des Gebäudes ein. „Das Projekt wird nach den DNSH-Kriterien (do no significant harm) der EU-Taxonomie dokumentiert und nachgewiesen“, erklärt Köster-Projektleiter Christian Weiler. Und Bauherr Peter Karrié, geschäftsführender Hauptgesellschafter der Karrié Projektentwicklung GmbH, betont: „Die geplante ESG-Verifikation zur EU-Taxonomie wird die Werthaltigkeit des Investments belegen.“
Für Peter Karrié war das Richtfest ein Meilenstein mit Signalwirkung: „Das Richtfest markiert einen besonderen Moment für alle Projektbeteiligten. Nach intensiver Planung und erfolgreicher Umsetzung der ersten Bauphasen wird nun sichtbar, welche Qualität und Funktionalität hier entstehen. Wir freuen uns, gemeinsam mit unserem Partner, der Köster GmbH, ein Gebäude zu realisieren, das den hohen Anforderungen der zukünftigen Nutzer gerecht wird.“ Und auch für Michael Finger, den Leiter des neu gegründeten Köster-Standortes in Mainz, hatte das Richtest eine besondere Bedeutung: „Es ist unser erstes Projekt in der neuen Niederlassung.“ Das Team überzeugte den Kunden vor allem durch konstruktive und wirtschaftliche Lösungen bei der Übernahme des Projekts in einer fortgeschrittenen Bauphase. Das gemeinsame Richtfest ist auch für Köster als Generalunternehmer ein sichtbarer Beleg für die erfolgreiche Umsetzung des Projektes.
Das Mainzer-Köster-Team mit Vorstand Thomas Förstner (links), Geschäftsführer Alper Yalnitz (rechts), Bereichsleiter Michael Finger (mitte) gemeinsam mit dem Mainzer Oberbürgermeister Nino Haase (4. v. l.) und dem Mainzer Baudezernenten Ludwig Holle 5. v. l.). © Karrié Projektentwicklung/Alexander Sell
Das Bauvorhaben setze zudem ein Zeichen für zukünftige Projekte der öffentlichen Hand, ist sich Carsten Müller, geschäftsführender Mitgesellschafter der Karrié Projektentwicklung GmbH, sicher: „Projekte dieser Art zeigen, wie leistungsfähig innovative Modelle zwischen öffentlicher Hand und privater Projektentwicklung sein können.“ Das moderne Beschaffungs- und Vermietungsmodell ermöglicht in Mainz die Entwicklung eines zukunftsfähigen Behördenstandortes. Durch die langfristige Zusammenarbeit mit der BImA werde eine verlässliche Grundlage für eine hochwertige Infrastruktur geschaffen, so Carsten Müller, der das Win-Win-Konzept so zusammenfasst:
Beim Richtfest des neuen Mainzer Zollamts am 3. Juni herrschte bestes Feierwetter. © Karrié Projektentwicklung/Alexander Sell
„Der Bund erhält hochwertige, nachhaltig entwickelte Flächen, ohne selbst als Bauherr auftreten zu müssen, während zugleich Planungssicherheit und langfristige Perspektiven für alle Beteiligten geschaffen werden. Dieses Modell einer partnerschaftlichen Flächenbereitstellung kann beispielgebend für weitere öffentliche Bauvorhaben sein.“
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