Die Neubauwohnungen, die das Köster-Team direkt am Thormannplatz errichtet, orientieren sich mit ihren unterschiedlichen Grundrissen an den Bedürfnissen verschiedener Zielgruppen wie Köster-Bauleiterin Bauingenieurin Jessica Belecki (M.Eng.) erklärt: „Das Spektrum reicht von der 1-Zimmer-Wohnung mit 37 m² für Alleinlebende bis zur 5-Zimmer-Wohnung, die mit 95 m² auch Platz für kinderreiche Familien bietet.“ 39 Wohnungen sind barrierefrei, drei Wohnungen werden zudem rollstuhlgerecht umgesetzt.
Der Bauherr, die Norddeutsche Wohnen AG (NDW), eine Gesellschaft der Henf Gruppe, hat Köster schon sehr früh in das Projekt eingebunden, um gemeinsam wirtschaftliche Lösungen für dessen Umsetzung zu erarbeiten. Dabei setzen die Baupartner unter anderem auf die Vorteile des modularen Bauens: Durch die sich wiederholenden Grundrisse, die alle Möglichkeiten des geförderten Wohnungsbaus nutzen und zugleich alle seine Bedarfe berücksichtigen, können die Kosten optimiert werden.
Die NDW behält die von ihr errichteten Gebäude im eigenen Bestand und bewirtschaftet sie selbst. Den Fokus legt das Unternehmen dabei auf das mittlere und untere Preissegment – aus Überzeugung, wie aus der Unternehmens-Website hervorgeht: „Die Umsetzung von Projekten mit öffentlicher Bindung hinsichtlich Belegung und Miethöhe empfinden wir als gesellschaftliche Aufgabe und Herausforderung, die wir gerne annehmen. Viele unserer Wohnungen sind auch für Transferleistungsempfänger im Rahmen der jeweiligen Mietobergrenzen bezahlbar. Wir sind stolz, damit als Partner der Kommunen nachhaltig zur Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum beizutragen.“
Bei der Umsetzung legt der Bauherr großen Wert auf die bauliche Qualität der Gebäude. Außerdem hat er klare Vorstellungen von dem Erscheinungsbild der Mehrfamilienhäuser. „Die Fassade wird beispielsweise mit Klinkern eines bestimmten Herstellers erstellt und passt sehr gut in die regional übliche Gestaltung“, nennt Jessica Belecki ein Beispiel. Der Bezug zur Region spielt bei diesem Projekt auch sonst eine wichtige Rolle. So arbeitet das Köster-Team überwiegend mit regionalen Baupartnern zusammen. Und da der Bauherr selbst aus dem nur ca. 35 km entfernten Kiel kommt und jahrelange Bauerfahrung aus Projekten in und für die Region hat, kennt auch er zahlreiche Handwerker und Lieferanten: „Wir tauschen diesbezüglich immer wieder unsere Erfahrungen mit dem Bauherrn aus. Die Zusammenarbeit erleben wir als sehr partnerschaftlich. Auch die Entscheidungswege sind sehr kurz. Wenn wir bauliche Lösungen präsentieren, erhalten wir schnell ein Feedback dazu.“
Da der Baugrund durch den hohen Grundwasserstand erst ab etwa einer Tiefe von 20 Metern stabil ist, wurden im Rahmen der Tiefbauarbeiten 107 Vollverdrängungspfähle ins Erdreich eingebracht. So entsteht eine sichere Basis für das zukünftige Gebäude. Bildquelle: Köster GmbH
Die gute Zusammenarbeit und die konsequente Projektsteuerung durch das Köster-Team treiben den Baufortschritt zügig voran, auch wenn das Projekt zahlreiche Herausforderungen bereithält.
An einer Seite des Areals verläuft eine Bahntrasse. „Wir haben unsere Arbeiten mit der Deutschen Bahn abgestimmt. Beim Bau müssen wir unbedingt darauf achten, dass der Kran nicht über die Bahnanlage schwenkt“, so Jessica Belecki. Auch eine vierspurige Bundesstraße, eine der Hauptverkehrsadern Rendsburgs, verläuft unmittelbar vor dem Baufeld. An der dritten Seite begrenzt ein Bestandsgebäude das Areal. „Uns bleibt also nur die Anlieferung von Material und Gerät über eine Anwohnerstraße im hinteren Bereich des Baufeldes. Der Baustellenverkehr und die Lagerung von Materialien müssen deshalb gut gesteuert werden“, beschreibt die Bauleiterin die Situation vor Ort.
Eine weitere Herausforderung ergibt sich ebenfalls aus der Lage des Baufeldes, wie Jessica Belecki erklärt: „Wir befinden uns ganz in der Nähe der Eider und nicht weit vom Nord-Ostsee-Kanal. Durch den hohen Grundwasserstand ist der Baugrund erst ab etwa einer Tiefe von 20 Metern stabil. Um eine sichere Basis für das Gebäude zu schaffen, haben wir 107 Vollverdrängungspfähle ins Erdreich eingebracht.“ Während der Bauzeit sorgt ein Wasserhaltungssystem für eine trockene Baugrube. Im Anschluss stellt eine bis zur Kellerdecke ausgeführte, wasserundurchlässige Konstruktion sicher, dass die im Keller liegenden Technikräume sowie die Abstellabteile der Mieter trocken bleiben.
Für die dritte große Herausforderung entwickelt das Projekt-Team derzeit noch eine passende Lösung. „Die Lage zwischen Straße und Bahn erfordert entsprechende Lärmschutzmaßnahmen. Hierzu erarbeiten wir gemeinsam mit einem Fensterbauer, mit dem wir sehr gut zusammenarbeiten, passende Lösungen, die wir dann – insbesondere in Bezug auf die Gestaltung – mit dem Bauherrn abstimmen.“
Derzeit laufen die Rohbauarbeiten am ersten Bauabschnitt auf dem Gelände am Thormannplatz auf Hochtouren, denn schon im Herbst 2027 sollen die 45 Wohnungen schlüsselfertig an die NDW übergeben werden. „Parallel dazu sind wir mit dem Bauherrn in konstruktiven Gesprächen bezüglich Bauabschnitt 2. In dem direkt an den ersten Bauabschnitt anschließenden Gebäude entstehen weitere geförderte Wohnungen“, erklärt Jessica Belecki. Erst dann bekommt der Thormannplatz an dieser Seite ein komplett neues, frisches Gesicht.
45 öffentlich geförderte Mietwohnungen errichtet das Köster-Team für die Norddeutsche Wohnen AG schlüsselfertig am Thormannplatz in Rendsburg. Bildquelle: Norddeutsche Wohnen AG
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