Köster realisiert 120 neue Wohnungen im Kronenquartier

Wohnungsbauprojekt in Offenburg nimmt Fahrt auf

28. Juli 2026 | Offenburg

Themen: Wohnungsbau

2017 vollendete das Offenburger Traditionsunternehmen Kronenbrauerei den Umzug in das neu errichtete Brauwerk Baden am Rande der Stadt. Lange Zeit kam die Bebauung des ehemaligen Betriebsgeländes der Kronenbrauerei im Herzen von Offenburg nicht so richtig voran. Seit Herbst 2025 aber nimmt ein Bauvorhaben, das insgesamt ca. 9.500 m² Wohnfläche sowie ca. 755 m² Gewerbeflächen schafft, mit Köster als Generalunternehmer deutlich Tempo auf: Bereits Anfang 2028 werden die Gebäude schlüsselfertig an die Wilma Wohnen Süd BW GmbH übergeben.
 

Auf dem ehemaligen Gelände der Kronenbrauerei entsteht bis Anfang 2028 ein modernes Wohnquartier mit einem begrünten Innenhof und nachhaltiger Energieversorgung nach Effizienzhaus-40-Standard. Bildquelle: WILMA Immobilien GmbH

Im Oktober 2025 fiel mit dem Spatenstich der offizielle Startschuss auf dem 9.000 m² großen Areal zwischen Zeller Straße, Turnhallenstraße und Moltkestraße in Offenburg. Wo die Kronenbrauerei bis 2015 ansässig war, entsteht nun attraktiver Wohnraum. Nachdem der vorherige Grundstückseigentümer bis 2017 nur einen Bauabschnitt mit 50 Wohnungen realisiert hatte und Corona und Ukraine-Krieg das weitere Vorgehen verzögerten, steht nun ein ambitionierter Zeitplan: „Ich freue mich sehr, dass Wilma zeitnah mit dem Bau startet, um an dieser attraktiven Stelle neuen Wohnraum in Offenburg zu schaffen“, so Baubürgermeister Oliver Martini. Die Rohbauarbeiten sollen bis Anfang des Jahres 2027 abgeschlossen sein, die schlüsselfertigen Gebäude bis Anfang 2028 übergeben werden. Diese bieten insgesamt 120 moderne Wohnungen in Größen von 47 m² bis 136 m² sowie acht Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss. Die Gebäude sind überwiegend viergeschossig, einen besonderen Akzent setzt ein sechsgeschossiges Eckhaus.

Das Ensemble ist um einen begrünten Innenhof mit Spiel- und Begegnungsflächen gruppiert. Darunter befindet sich eine Tiefgarage mit 151 Stellplätzen. Die Gebäudedächer werden begrünt, eine Photovoltaikanlage sowie die Anbindung ans Fernwärmenetz sorgen unter anderem dafür, dass der Energiestandard Effizienzhaus 40 erreicht wird. Gestalterisch orientiert sich das Projekt an den Vorgaben des Nachbarkomplexes: Die helle Fassade mit Klinkerriemchen- und Besenstrich-Elementen ist durch zahlreiche Versprünge, bodentiefe Fenster, Loggien und Balkone aufgelockert.

Viele Ebenen zu bedenken

Versprünge prägen das Gebäude nicht nur in der vertikalen Fassadengestaltung, sondern auch den horizontalen Grundriss. Daraus ergeben sich einige bauliche Herausforderungen, weiß Bauingenieur Marcus Becker (M.Eng.), Projektleiter der Köster GmbH. „Teilweise gibt es in den Wohnungen unterschiedliche Ebenen, beispielsweise Wohnräume, die einige Stufen höher liegen als die übrige Wohnung“, so Marcus Becker. Und auch die Kellerdecken der Gebäude haben ein anderes Niveau als die Decke der Tiefgarage. Deshalb ist die Gründung komplexer als üblich, wie der Projektleiter erklärt: „Unter den Wohngebäuden haben wir eine Plattengründung, bei der Tiefgarage werden Stützen auf Einzelfundamente gesetzt und mit Zerrbalken verbunden. Dann wird eine Schottertragschicht aufgebracht, die bepflastert wird.“ Die Garagendecke wird zudem mit einem leichten Gefälle ausgeführt, um das Regewasser in den Innenhof abzuleiten.

Es entsteht ein Wohnquartier mit 120 Wohnungen unterschiedlicher Größe, fünf Gewerbeeinheiten, einer Tiefgarage mit 151 Stellplätzen sowie einem begrünten Innenhof. Jede Wohnung verfügt über einen Balkon, eine Loggia, eine Terrasse oder eine Dachterrasse. Bildquelle: WILMA Immobilien GmbH

Regionale Partner für den Köster-Takt

Bei der Umsetzung des Projektes setzt Köster von Beginn an auf zahlreiche regionale Partner und auf die bewährten Steuerungsinstrumente des Köster-Prozess-Systems (KPS), insbesondere auf Taktplanung und auf Shopfloor-Management. „Die größte Herausforderung bei diesem Projekt liegt in der Bauzeit in Kombination mit der Größe. Wir haben es deshalb in drei Bauabschnitte mit etwa einem Monat zeitlichem Versatz eingeteilt und in 28 Einheiten durchgetaktet. Es wird in der Hochzeit der Ausbauphase einen Zeitabschnitt geben, in dem unterschiedliche Betriebe desselben Gewerkes parallel in unterschiedlichen Gebäudeteilen arbeiten müssen, um den Zeitplan zu halten“, beschreibt Marcus Becker das organisatorische Vorgehen. Bei der Auswahl der Baupartner, die diesen Bauablauf umsetzen, wird das Köster-Team darauf achten, dass sie die notwendigen Kapazitäten bereitstellen können oder gleich mehrere Unternehmen desselben Gewerkes beauftragen.

„Entscheidend ist bei einem solchen Projekt die konsequente Taktung und Steuerung sowie die enge Abstimmung der Arbeiten, die wir in den täglichen Shopfloor-Stehungen sicherstellen.“

Marcus Becker M.Eng. (FH) , Projektleiter Köster GmbH

Im Fokus steht letztlich die terminliche und finanzielle Planungssicherheit für alle am Bau Beteiligten - vor allem für den Bauherrn.

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